{"id":1277,"date":"2018-12-21T03:15:04","date_gmt":"2018-12-21T03:15:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.adreamcomestrue.ch\/?p=1277"},"modified":"2018-12-21T03:15:04","modified_gmt":"2018-12-21T03:15:04","slug":"elephant-nature-park","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/adreamcomestrue.ch\/wordpress\/?p=1277","title":{"rendered":"Elephant Nature Park"},"content":{"rendered":"<p>Sowohl Ina, wie auch ich wussten, dass wir beide unbedingt noch in eines der Elefantencamps wollten, welches die fr\u00fcheren Arbeits- und Reittiere aufgenommen hat. Werbung dar\u00fcber wird allerhand gemacht, doch wir hatten unsere Bedingungen gestellt bez\u00fcglich der Auswahl \u2013 die Tiere d\u00fcrfen nicht geritten werden, wir wollen viel Zeit mit den Tieren haben, sprich diese beobachten k\u00f6nnen, eine kleine Gruppe an Touristen und es soll einen Tagesausflug sein \ud83e\udd28 Nach vielen Flyer lesen und aussortieren, Gespr\u00e4che mit dem Hostel und Backpackers und Internetrecherchen fiel die Wahl auf den gr\u00f6ssten und wohl bekanntesten Elephant Nature Park. Nachdem wir uns gl\u00fccklicherweise sehr kurzfristig f\u00fcr ein kleines Camp einbuchen konnten freuten wir uns riesig auf den Tag \ud83e\udd29<\/p>\n<p>Am Tag X wurden wir vom MiniVan abgeholt, welcher uns raus aus der Stadt zum Camp brachte. Auf der Fahrt wurden uns die wichtigsten Informationen gegeben, sowie ein Video gezeigt. Wir waren nur 6 Personen und alles Westler, was uns sehr symphatisch war, da wir beide mit den Chinesen zu diesem Zeitpunkt ja schon arg auf Kriegsfuss standen \ud83e\udd2c (das sollte sich bei mir zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt der Reise noch verst\u00e4rken \ud83d\ude1c ). Als wir ankamen standen sie schon da \u2013 2 Erwachsene und ein kleiner Elefant (ca. 3-4 J\u00e4hrig) \ud83d\ude0d Wir wurden vorg\u00e4ngig bereits informiert, dass der 4. Elefant aufgrund der Paarungszeit im Moment abgesondert wurde, da er sich aggressiv gegen\u00fcber den Menschen verh\u00e4lt. Kaum ausgestiegen fingen manche schon wie wild mit Knipsen an. Ich betrachtete die Giganten einfach mal in aller Ruhe \ud83d\udc18 Der Kleine brachte mich bereits schnell zum Schmunzeln, da er ganz unruhig war und immer wieder die Aufmerksamkeit seines Trainers forderte \u263a<\/p>\n<p>Jeder Elefant im Elephant Nature Park wird von einem Trainer ausgebildet, welcher so lange wie irgendwie m\u00f6glich bei ihm bleibt. Er h\u00f6rt dann auch nur auf diesen. Der kleine hatte daher noch ein eher junger Bursche, welcher genug Energie hat dem Schlitzohr dauernd hinter her zu rennen und ihn wieder zu seiner Mama zu bringen. Das Camp, wo wir waren war noch sehr Jung und wir waren von den ersten Touristen vor Ort. Die Elefanten werden jeweils im grossen Camp (\u00fcber 60 Elefanten) \u00abausgebildet\u00bb und dann in die kleineren Camps versetzt wenn n\u00f6tig. In diesem Fall war es das Alter vom m\u00e4nnlichen Elefanten, welcher fr\u00fcher in der Abholzungsindustrie arbeiten musste. Er war schon ziemlich arg zugerichtet und man merkte ihm an, dass er Menschen gewohnt war. Die Mama Elefant musste Jahrelang als Reittier dienen. Der Kleine wurde von seiner Mama sehr schnell immer wieder getrennt und w\u00e4re\/ist als Zirkuselefant eingesetzt worden. Doch f\u00fcr viel Geld hat das Camp diese der Elefanten von ihrem Leid befreit und diese k\u00f6nnen jetzt im Camp gl\u00fccklich leben. Klar denken einige von euch jetzt sicher, ja aber da haben sie auch t\u00e4glich mit Touristen zu tun und m\u00fcssen auf den Menschen h\u00f6ren etc. Ja \u2013 leider, doch diese Tiere sind den Menschen gew\u00f6hnt und k\u00f6nnen aufgrund ihrer Vergangenheit nie mehr in die Wildnis entlassen werden \u2013 sie w\u00fcrden nicht \u00fcberleben k\u00f6nnen \ud83d\ude14<\/p>\n<p>Nachdem wir uns umgezogen haben, mussten wir die Bananen f\u00fcr die Elefanten vom Strunk befreien und den Rohrzucker in unsere Beutel verstauen. So ging es das erste Mal n\u00e4her zu den Elefanten, welche hinter einer Holzabsperrung standen. Diese wussten schon genau was kommen w\u00fcrde und somit waren sie auch entsprechend etwas ungeduldig. Das F\u00fcttern ging ganz einfach \u2013 man hielt die Banane hin und der Elefant nahm diese mit seinem R\u00fcssel und schwupps war diese gegessen \ud83c\udf4c Nur der Kleine zeigte sich als etwas ungeschickt und vor allem sehr w\u00e4hlerisch. Er wollte grunds\u00e4tzlich lieber den Zuckerrohr als die Bananen. Und diese bitte auch nur, wenn sch\u00f6n reif \ud83d\ude09 Mama Elefant sabberte ziemlich \u00fcbel in der Gegend rum, wenn sie einem die Banane weg nahm und der \u00abPapa\u00bb Elefant war sehr langsam und liebevoll. Einige Leute hatten ihren Korb noch voll, als ich meinen schon leer hatte, da sie lieber 1000 Fotos machten, anstatt zu f\u00fcttern\u2026 \ud83d\udcf8 Jedem das Seine!<\/p>\n<p>Nach dem F\u00fcttern ging es los in den Wald auf den Spaziergang und somit in die nat\u00fcrliche Umgebung der Tiere, wo sie dann auch noch frei sich um ihr essen k\u00fcmmern durften. Beim Aufstieg in den Wald brauchte der Kleine etwas Hilfe von Mama und der \u00e4ltere und vor allem schon arg zugerichtete Herr etwas mehr Zeit. Was sehr auff\u00e4llig war, ist wie gut der \u00e4ltere Herr auf seinen Trainer h\u00f6rte. Der sagte ein zwei Worte und der Elefant folgte ihm oder machte einen Bogen etc. Ich war beeindruckt. Es wurde kaum am Elefanten Hand angelegt noch waren diese angebunden o.\u00e4.<\/p>\n<p>Oben angekommen gab es noch einmal Bananen und Rohrzucker aus unseren Beutel, bevor die Elefanten zu ihren \u00abFresspl\u00e4tze\u00bb gef\u00fchrt wurden, wo sie sich austoben konnten. Dies kann man bei Mama Elefant fast nicht anders sagen. Diese f\u00e4llte einen Bananenbaum um den Anderen \ud83d\ude2f Der Kleine kam immer wieder mal auf dumme Gedanken und wurde entweder von Mama oder von seinem Trainer zur\u00fcck gepfiffen. Es war eindr\u00fccklich den Tieren beim Fressen zuzusehen. Die Kraft, welche diese in ihrem R\u00fcssel haben ist immens und man fragt sich, wie konnte es sein, dass ein Mensch f\u00e4hig ist ein solches Tier zu b\u00e4ndigen \u2013 mit Gewalt (wie uns auch im Einstiegsvideo unsch\u00f6n aufgezeigt wurde). Der \u00e4ltere Herr begn\u00fcgte sich vor allem mit kleineren B\u00fcschen und Grass. Und als ich bei ihm war, hatte ich auch die Chance ihn ganz nahe zu f\u00fcttern und betrachten, wo auch die Fotos entstanden ohne Absperrung.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur\u00fcck ins Camp hatte es klein Elefant etwas pressant und ging weit voraus, bis er pl\u00f6tzlich unten am Steilhang realisierte, dass Mama gar nicht mit war. Da wurden wir dann von unserem Guide schnell den Hang runter und in Sicherheit gescheucht, da die Mama bereits nach dem Kleinen rief und der Kleine bereits wieder den Eindruckt machte den Berg wieder hoch zu gehen zu wollen. Die Mutter blieb zwar ruhig, doch h\u00e4tte sie auch pl\u00f6tzlich den Hang runter rennen k\u00f6nnen und dann w\u00e4re es f\u00fcr alles was im Weg stand unangenehm geworden. Doch es ging alles gut \u00fcber die B\u00fchne. Einzig, dass wir schmerzlich entdecken mussten, dass das eine Nachbarscamp tats\u00e4chlich die Touristen noch auf den Elefanten reiten liess \u2639 unser Guide informierte uns dann, dass diese nicht zur gleichen Organisation angeh\u00f6ren und leider im Gegensatz zu den anderen Nachbaren damit noch nicht aufgeh\u00f6rt haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns gab es nun leckeres Mittagessen und es war Zeit uns umzuziehen, da das Schlammbad, sowie das Baden mit den Elefanten folgte. W\u00e4hren dem Mittagessen konnten wir die Elefanten von weitem beobachten und ich am\u00fcsierte mich k\u00f6stlich ab dem J\u00fcngsten. Immer wieder versuchte er davon zu laufen und sein Trainer musste handeln \u2013 wer da wohl am Abend mehr m\u00fcde ist \ud83d\ude09 Vor dem Bad machten wir aus Getreide, Bananen, Tamarinde (?) etc. klebrige Elefantensnacks, welche in der Sonne trocknen mussten. Dann gings Richtung Schlamm und Wasser &#8211; ich war dem ganzen schon immer etwas kritisch gegen\u00fcber und wusste noch nicht, ob ich dann wirklich ins Wasser wollte. Der Kleine schien nicht so richtig in den Schlamm zu wollen, w\u00e4hrend seine Mama sich nicht st\u00f6rte und \u00abPapa\u00bb sich selbst von oben bis unten mit dem R\u00fcssel mit Schlamm bewarf. Schlamm gibt den Elefanten einen nat\u00fcrlichen Sonnenschutz und h\u00e4lt die Haut k\u00fchl, sowie sch\u00fctzt diese vor Insekten.<\/p>\n<p>Nach dem eher widerwilligen Schlammbad, ging es ins Wasser. Da war der Kleine der Erste, w\u00e4hrend der alte Herr sich lieber dem Grass widmete und nicht ins Wasser ging (er wurde auch nicht dazu gezwungen) \ud83d\ude0a Ich blieb draussen und beobachtete das Schauspiel w\u00e4hrend andere der Gruppe mit den Elefanten im Wasser waren und diese auf Aufforderung der Trainer nass spritzten. Das Uboot, wie der kleine Elefant auch genannt wird, tauchte echt immer wieder vollst\u00e4ndig unter und auch seine Mama genoss das \u00abk\u00fchle\u00bb nass in vollen Z\u00fcgen \ud83d\udebf Doch sie wusste wann genug war und stieg selber aus dem Wasser und rieb sich danach gen\u00fcsslich am Erdh\u00fcgel, damit sie wieder voller Dreck war \ud83d\ude0a Der Kleine spielte noch eine Weile im Wasser, bevor er sich gen\u00fcsslich \u00fcber einen grossen Stein rieb (es juckte wohl \ud83d\ude09) und sich dann seiner Mama anschloss. Die Bilder, welche in diesem Moment entstanden sind meine liebsten \ud83d\ude0d Der Kleine tollte da im Dreck rum und seine Mama guckt ganz liebevoll zu ihm \u2764 Ich h\u00e4tte dem Spiel ewig zuschauen k\u00f6nnen, doch Mama entschied irgendwann das nun genug sei und die Elefanten gingen zur\u00fcck an ihren Warteplatz.<\/p>\n<p>Die grossen Beiden liebten die Snacks, w\u00e4hrend der Kleine damit eher noch zu k\u00e4mpfen hatte und nicht so recht wusste was er davon halten sollte. Er rannte lieber wieder regelm\u00e4ssig davon. Da gab es ein paar wundersch\u00f6ne Szenen zu sehen, wie sein Trainer und der Kleine miteinander harmonieren. Manchmal schlich sich der Kleine weg, als w\u00fcrde es niemand merken und sein Trainer stand dann auf einmal dem Schlitzohr im Weg. Der bremste abrupt ab und guckte dann wirklich wie ein kleines Kind, dass \u00abnix\u00bb angestellt hat und begann mit seinen F\u00fcssen zu spielen \ud83d\ude02 Manchmal musste der Trainer auch etwas h\u00e4rter mit dem Kleinen umgehen, da dieser halt ein kleiner Sturkopf ist, doch ich glaube nicht, dass er Schmerzen ertragen musste. Auch habe ich das erste Mal live gesehen, wie ein Elefant trinkt. Mit dem Schlauch wurde der R\u00fcssel gef\u00fcllt und zwischendurch spritzt sich der Elefant auch immer mal wieder in den Mund.<\/p>\n<p>Irgendwann geht leider jeder sch\u00f6ne Tag zu Ende \u2013 so auch dieser! Wir mussten uns von den Elefanten verabschieden und es ging zur\u00fcck nach Chiang Mai. Doch egal wie schnell die Zeit vor Ort vorbei ging \u2013 ich habe diese riesigen verspielten Dickh\u00e4uter in mein Herz geschlossen und werde diesen Tag wohl nie in meinem Leben vergessen!! \ud83d\ude0d\ud83d\udc18\ud83d\ude0d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowohl Ina, wie auch ich wussten, dass wir beide unbedingt noch in eines der Elefantencamps wollten, welches die fr\u00fcheren Arbeits- und Reittiere aufgenommen hat. 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